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Letzte Herceptinspritze

Jetzt schreib ich endlich mal wieder etwas...muss gestehen, ich war einfach zu faul in letzter Zeit :-P

Vor einigen Wochen war ich wieder in der Klinik, um meine 17. und letzte(YES!)Antikörperspritze zu bekommen. Gleichzeitig mit Beginn meiner Chemotherapie vor mehr als einem Jahr hatte ich auch eine Antikörpertherapie begonnen. Immer im 3 Wochenabstand hatte ich eine Spritze bekommen, zuerst jeweils am gleichen Tag wie die Chemo, später dann nur mehr die Spritze allein. Die Spritze selbst war zwar eher von der schmerzhafteren Sorte, hatte aber bei mir zum Glück überhaupt keine Nebenwirkungen. Leider konnte ich diesmal nicht mit meinem Lieblingstaxifahrer nach Innsbruck fahren, der hatte offensichtlich gerade andere Kundschaft. Unfassbar...:-) Ich ließ mich direkt bei der Volksschule in Jenbach abholen, eine Unterrichtsstunde ging sich immerhin vorher noch aus. Um 9.30 stand mein Taxi auf dem Parkplatz und eine halbe Stunde später war ich auch schon in der Tagesklinik. Diesmal ging es sehr schnell, ich musste nur knappe 15min warten. Meine hoffentlich letzte Antikörperspritze...was für ein Gefühl! Yeah, wieder eine Therapie beendet( das hoff ich zumindest).

Mir tut's jetzt fast ein bisschen leid, dass ich nur mehr alle 6 Monate in der Tagesklinik antreten muss(für eine Infusion, die der Osteoporose entgegenwirken soll). Die anderen Termine sind entweder bei meiner Frauenärztin oder auf der Brustambulanz zur Kontrolle alle 3 Monate. Die Ärzte und Pfleger in der Gynäkologie(wo sich auch die Tagesklinik befindet) sind nämlich eindeutig am nettesten. Die werden mir ja fast ein bisschen fehlen. Andererseits bin ich natürlich froh, dass meine Termine in der Klinik immer seltener werden, ich will mich ja nicht beschweren... 

Während ich auf meine Spritze wartete, traf ich wieder mal auf ein bekanntes Gesicht. Eine Frau, ebenfalls ungefähr in meinem Alter(also ca. 25 :-)), die ich während meiner Bestrahlung kennengelernt hatte und die zufällig auch mit meiner "Chemo-Freundin" Martina befreundet ist. Sie heißt Emma(Namen ändere ich ja immer) und arbeitet als Psychologin. Sie hatte ebenfalls Brustkrebs und musste wie ich vor der OP eine Chemo machen. Operiert wurde sie dann im August, die anschließende Bestrahlung lehnte sie allerdings ab. Auch bei ihr hatte die Chemo sehr gut angeschlagen und den Tumor vollständig beseitigt. Deshalb wollte sie sich der zusätzlichen Belastung einer Bestrahlung(die ohne Zweifel auch einige unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringt) nicht unterziehen.

Das kann ich einerseits zwar nachvollziehen, für mich selbst kam es allerdings nie in Frage, auf Therapien zu verzichten. Ich vertrau da einfach voll auf die Ärzte, die sind da einfach die totalen Experten für mich. Außerdem hab ich ja alles ziemlich gut vertragen. Wäre vielleicht anders gewesen, wenn die Nebenwirkungen mich wirklich an meine Grenzen gebracht hätten...(was ja leider bei vielen Krebspatienten der Fall ist).

Emma erzählte, dass sie noch nicht wieder arbeitet, da sie sich vor allem psychisch noch nicht in der Lage fühlt. Sie hatte vor allem nach der OP ziemlich zu kämpfen, nahm sehr viel Gewicht ab und bekam immer wieder Fieber und Infektionen. Sie muss ebenfalls eine 5jährige Antihormon-Therapie machen und diese Antihormontabletten(die man täglich nehmen muss) sind ja leider auch nicht ganz ohne Nebenwirkungen. Bei Emma wirken sich die Tabletten vor allem auf das Sehvermögen aus(von dieser Nebenwirkung wusste ich noch gar nichts) und auf die Psyche. Aber immerhin ist ihr Tumor vollständig verschwunden und sie möchte im Jänner wieder zu arbeiten beginnen. Das klingt ja schon mal positiv...

Wir unterhielten uns dann noch ein bisschen über unsere Chemos, OPs und anderen Behandlungen und wie es uns dabei ergangen war( super Gesprächsthema, ich weiß, aber das ergibt sich halt fast von selbst) und wünschten uns dann gegenseitig alles Gute. Emma muss noch ein paar Herceptin- Spritzen bekommen, vielleicht treffen wir uns ja noch mal zufällig.

Mein nächster Termin ist erst im Februar, also im neuen Jahr...bis dahin hab ich Pause :-) Im Februar steht dann die erste Mammographie nach der OP an.

Ich wünsch Euch allen schöne und entspannte Feiertage(das Gröbste ist ja überstanden...also essenstechnisch gesehen :-)) und einen guten Rutsch ins neue Jahr. Feiert was das Zeug hält und genießt das Leben!

Ganz besonders viel Glück wünsch ich meiner Blogg-Freundin Marie, die jetzt gerade eine sehr schwierige OP hat. Alles, alles Gute, ich denk an Dich und drück Dir soooo toll die Daumen! Du schaffst das!

Eure Elisabeth 

 

 

 

 

 

 

18.10.17 22:17
 
Letzte Einträge: Die Haare wachsen... :-D, Letzte Bestrahlung, Kaffeekränzchen in der Tagesklinik, Freibadwetter, Sommer in Sicht, Hitze und Spritze


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Marie / Website (31.1.18 21:06)
Liebe Elisabeth,

ich wünsche Dir und Susi alles Gute zum Geburtstag 🎈🎁🎂

Ich hoffe Ihr zwei hattet einen schönen Tag und ich hoffe, dass es Dir gut geht.
Ganz lieben Dank und liebe Grüße an Susi für die lieben Wünsche.
Bis bald, Marie

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